Das Landschaftsbild in der Füssener Bucht war einst geprägt von der Wildflusslandschaft des Lech. Der wilde Lech veränderte immer wieder sein Flussbett, verzweigte sich, benötigte große Überschwemmungsgebiete und schuf eine einzigartige Auenlandschaft
Der Forggensee - Ein Museum
Auf dem Grund des Sees liegen zahlreiche Dokumente einer Jahrtausende alten Besiedlung. Am Lechufer bei Horn wurde beispielsweise eine steinzeitliche Jägerstation entdeckt. Römische Gutshöfe und die Römerstraße belegen die große Bedeutung diese Raumes. Ein Abstecher der Straße führt zu der Römersiedlung am Tegelberg. Mit dem Untergang der Weiler Forggen und Deutenhausen mit ihren Bauernhöfen, Mühlen, Ziegeleien und Wiesen fand die Entwicklung dieser Kulturlandschaft ein jähes Ende.
Der Forggensee - Ein Stausee
1954 wurde der Forggensee zum fünftgrößten See Bayerns (Länge 12 km, max. Breite 3 km) aufgestaut. Er ist der Kopfspeicher für zahlreiche Wasserkraftwerke. In den Wintermonaten wird der See abgestaut. Der Lech und die schlammbedeckte ehemalige Schwangauer Flur werden dann sichtbar. Der Forggensee präsentiert sich zum Bedauern der Touristen und der Bevölkerung erst am 15. Juni für wenige Monate als See. Schwangau und die Anliegergemeinden fordern seit Jahren eine früheren Aufstau.
Impressum: Forstamt Füssen, Gemeinde Schwangau, Stadt Füssen, Tegelbergbahn
Der Forggensee - Eine Erholungslandschaft
In den Sommermonaten ist der Forggensee ein Juwel für Erholungsuchende, Badegäste, Bootsfahrer, Segler, Surfer und Fischer.