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Heute ist Dienstag, 07. September 2010, 19:38 Uhr.
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Der Schutzengelpfad

Der Kulturpfad "Schutzengelweg" lädt ein, Interessantes und Wissenswertes über die Kultur und die Geschichte zu erfahren. An markanten Punkten wurden Schautafeln errichtet, um an Ort und Stelle Sichtbares verständlicher zu machen. Der Kulturpfad "Schutzengelweg" versucht einen Bogen zu spannen von den steinzeitlichen Jägern bis in die heutige Zeit.

Die Natur macht es den Schwangauer Bauern seit jeher nicht leicht. Durch die Lage am Gebirge liegt die mittlere Jahrestemperatur bei 6,5°C und die Niederschlagsmenge etwa bei 1360 mm. Auf eiszeitlichen Ablagerungen bildeten sich nur mittelmäßige Böden. Diese herrliche Schwangauer Kulturlandschaft schufen Schwangauer Land- und Forstwirte.

Marmorsteine aus verschiedenen Zeitepochen des Erdmittelalters wurden im Füssener Land abgebaut. Die leuchtenden Aussenfassaden des Schloss Neuschwanstein bestehen aus Alterschrofener Marmor. Dieser Naturstein entstand aus den Ablagerungen des feinkörnigen Kalkschlammes im flachen, ruhigen Meer vor rund 225 Millionen Jahren.

 

 

Der Wetzstein - ein Bodenschatz aus dem Meer

Dieser Wetzsteinbruch ist einer der vielen, die in unwegsamen Gelände, meist in ca. 1200 m Höhe, zwischen Unterammergau und Schwangau betrieben wurden. Der Abbau mit Brecheisen entlang der Ausstreichlinie der Schichten war mühsam und lebensgefährlich. Die für die Wetzsteinherstellung tauglichen Steine mußten dann mit den Händen zusammengetragen, behauen und schließlich in Wetzsteinmühlen bearbeitet werden.

 

Der Bergrutsch am Rohrkopf

Berg- und Felsstürze, Bergrutsche und Muren sind in allen Gebirgen der Welt anzutreffen. Berge liegen in der Kampfzone. Sie kämpfen etwa mit den Auswirkungen des Klimas, der Schwerkraft, der Eiszeiten, von Erdbeben oder auch mit den Folgen des menschlichen Wirtschaftens. Gerade in den Hohenschwangauer Bergen sind nach der letzten Eiszeit zahlreiche Berg- und Felsstürze zu Tal gedonnert. In den vergangenen Jahrhunderten klagten immer wieder die Bewohner über Bergrutsche und Muren.

Bayern, Hohenschwangau und die Königsfamilie

Königin Marie, Maximilians Gattin, die Mutter des Märchenkönigs Ludwig II., pflegte ausgedehnte Wanderungen von Hohenschwangau aus zu unternehmen. Auch mit ihren beiden Söhnen Ludwig und Otto ging sie häufig hinaus in die Natur. In diesem Gemälde von Lorenzo Quaglio aus dem Jahre 1856 genießen Königin Marie und ihre beiden Söhne, Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig II., und sein Bruder Otto, den Blick auf das Schloss Hohenschwangau mit dem romantischen Alp- und Schwansee und den Tiroler Bergen.

Impressum: Forstamt Füssen, Gemeinde Schwangau, Stadt Füssen, Tegelbergbahn

Bei der Anlage dieses Wanderweges und der Skipiste wurde darauf geachtet, dass die Funktionen dieses "Schutzwaldes" erhalten bleiben. Allerdings ist hier oberhalb der Skiabfahrt der Bergwald durch Sturm und Borkenkäferbefall grossflächig verschwunden. Durch aufwendige Anpflanzungen - mit Hilfe der Stiftung "Wald in Not" - soll wieder ein funktionstüchtiger und naturnaher Schutzwald entstehen.

 

 

Der Plan zeigt Ihnen den Weg

Karte kann auf Klick vergrössert werden
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Tegelberg Talstation · Tegelbergstraße 33 · 87645 Schwangau · + 49 (0) 83 62 / 9 83 60